Bezirksmeisterschaften in Erlangen am 1. und 2. Juli
1. Juli 2023, 8:00 Uhr morgens Erlangen Hannah Stockbauer Halle :
Eine Gruppe verschlafener SchwimmerInnen mit blauen Hoodies versammelt sich am Eingang der 50 Meter Schwimmhalle für den wichtigsten Wettkampf der saison 22/23. Zwei volle Tage Chlorluft schnuppern standen nun für einige Athletinnen auf dem Programm.
Um an den mittelfränkischen Meisterschaften teilnehmen zu dürfen, müssen in der vorangegangenen Saison Pflichtzeiten auf den jeweiligen Schwimmstrecken geschwommen worden sein.
Setzt man das maximale Trainingsangebot in der Leistungsmannschaft mit aktuell drei Schwimmeinheiten in den Vergleich mit den großen Vereinen , wie z.B der SG Mittelfranken , die 5-7 Einheiten nutzen können, ist das Erreichen dieser Meisterschaft schon ein sehr großer Erfolg unserer SchwimmerInnen.
Aber unsere scheinbar verschlafenen AthletInnen zeigten sich Topform, sodass es das erfolgreichste Wochenende für den TSV auf Bezirksebene seit über 10 Jahren werden sollte.
Aus der Nachwuchsleistungsmannschaft starteten Hannah Sander, Antonia Scheibelsberger ( bde 2012) sowie Ida Striegel und Lea Schumm ( bde 2011).
Hannah qualifizierte sich bei ihrem ersten Wettkampf auf mittelfränkischer Ebene für drei
Strecken und konnte sich bei den 50 m Rücken auf der Langbahn über eine persönliche Bestzeit freuen. Sie schlug nach 52,23 Sekunden an .
Antonia absolvierte nun schon ihre zweiten Titelkämpfe..
Dieses Jahr hatte sie sich für fünf Strecken qualifiziert. Und sie lieferte ab. Antonia gelang ein fast perfektes Wochenende , denn sie verbesserte ihre persönliche Bestzeiten bei vier dieser Strecken. Am Sonntag schnappte sie sich bei ihrem letzten Start über 100 m Brust in 1:49,30 sogar noch die Bronzemedaille.
Lea und Ida mussten sich in einem starken Starterfeld im Jahrgang 2011 behaupten. Für beide war es die erste Teilnahme an einer großen Meisterschaft. Ida präsentierte sich vor allem auf der 50 m Brust Strecke stark, bei der sie sich nochmals um 1 Sekunde auf 0:46,59 Minuten verbesserte. Sie schwamm direkt neben ihrer Vereinskollegin Lea Schumm , die in 0:47,87 Minuten die Wand berührte. Beide SchwimmerInnen bestätigten ihre gemeldeten Zeiten und konnten sich trotz langen Pausen während der Veranstaltung immer wieder für den nächsten Start motivieren.
Aus der 1. Leistungsmannschaft waren sechs SchwimmerInnen am Start.
Mia Großhauser ( 2010) , outete sich schon vor dem Bezirksfinale als keine Freundin des Erlangener Wassers .
( Anm. der Red.: Ja, manche Schwimmer sind so sensibel, dass sie in einigen Bädern das Wasser nicht fassen können)
Dafür kämpfte sie sich aber durch den Wettkampf und bestätigte ihre bisher geschwommenen Langbahnzeiten. Mia sprang insgesamt viermal ins Becken, wobei sie über 50 m Freistil ihre beste Leistung in 0:33,8 Minuten zeigte.
Valentina Pili (2010), hatte ein wahres Mammutprogramm an zwei Tagen mit sieben Starts zu absolvieren.
Und sie hatte sich etwas vorgenommen. Beim ersten Start über 50 m Freistil verbesserte sie sich gleich um 2 Sekunden auf 0:35, 28 Minuten. Die weiteren Strecken am Samstag , 100 m Schmetterling und 100 m Freistil nahm sie zum warm schwimmen für den Sonntag. Hier verbesserte sie ihre 200 Meter Lagen Zeit um fast neun Sekunden , als sie vollkommen ausgepumpt an der Zeitmatte anschlug. Es fehlten letztlich nur vier Sekunden zur Medaille, die wir ihr so sehr gegönnt hätten. Noch knapper ging es bei den 50 Meter Schmetterling zu, hier fehlte Valentina nur eine Sekunde um auf das Podium zu hüpfen.
Elisabeth Stapf ( 2009) , konnte aus zeitlichen Gründen nur am Samstag teilnehmen. Ihre Hauptstrecken wurden am Sonntag ausgetragen, nicht desto trotz zeigte sie über die 50 m Rücken eine neue Bestleistung und präsentierte sich auch über 50m Freistil in guter Form.
Alissa Bader ( 2009) war ebenfalls wegen Terminüberschneidungen nur am Samstag am Start. aber Ali ließ es gleich richtig krachen . Sie schwamm bei den 50m Freistil in 0: 31, 50Minuten eine Topzeit und wurde in einem Starterfeld von 34 Schwimmerinnen 5te. Außerdem hätte sie damit fast die Normzeit für die bayerischen Meisterschaften erreicht. Diese verpasste sie um zwei Zehntel.Über die doppelte Distanz konnte sie ebenfalls ihre persönliche Bestzeit auf 1:12,30 Minuten drücken.
Isabela Vassu ( 2009) schwamm wohl den bisher besten Wettkampf ihrer Karriere. Sie torpedierte von Anfang an all ihre Bestzeiten und es gelang ihr tatsächlich zweimal der Sprung auf das Podest. Über 200 m Rücken und 50 m Rücken fischte sie sich die Bronzemedaille aus dem Wasser. Aber das war noch nicht alles. Isabela erreichte durch die Teilnahme an allen 50m Sprintstrecken das Finale über 200 m Lagen . Hier schwammen die acht zeitschnellsten Mädchen über die Sprintstrecken ihre Meisterin aus. Mit einem fulminanten Lauf und einer Verbesserung ihrer PB um fast 20 Sekunden erreichte Isabela einen unglaublichen vierten Platz.
Nina Thienel (2008) qualifizierte sich für die beiden Freistilstrecken 50m und 100 m.
Vor allem über die 50 m zeigte die Triathletin ihr Können. Sie finishte in 0:35,85 Minuten.
Johnny Rehberger ( 2008) der Quereinsteiger. Noch vor einem Jahr hatte er knapp zwei Qualifikationszeiten für den Bezirk. Dieses Jahr startete er gleich sechs Mal.
Nachdem die Trainer nochmals darauf hingewiesen hatten, dass allein die Teilnahme an diesen Meisterschaften ein großer Erfolg für jeden Einzelnen ist, war es Johnny , der nach 5 Jahren Flaute die erste Medaille für den TSV Zirndorf erkämpfte. Über 50m Freistil reichte es für ihn im Zielanschlag für Platz 3 . Aber er hatte noch nicht genug, denn über die doppelte Distanz gelang im das gleiche Kunststück nochmal 100F- 1:09, 75 - Bronze.
Weil ja Erfolg bekanntlich süchtig macht und die Mädels zwischenzeitlich auch ablieferten, krönte sich Johnny flugs zum erfolgreichsten Athleten aus Zirndorf , in dem er über die 50 m Schmetterling auch noch auf dem dritten Platz ins Ziel schmetterte.
2 Juli 2023, 17:00 Uhr Hannah Stockbauer Halle :
Ein Haufen erfolgreicher Athleten in blauen Hoodies und zwei stolze Trainer verlassen abgekämpft die Schwimmhalle



